Teufelsküche bei Ronsberg und weitere Tipps


Teufelsküche Ronsberg

Heute mal ein paar Insidertipps von mir: Etwas unbekanntere, aber dennoch lohnende Sehenswürdigkeiten im Allgäu. Zunächst möchte ich euch die Teufelsküche bei Ronsberg vorstellen, danach gebe ich euch noch ein paar weitere Tipps, unter anderem die geologischen Orgeln bei Bossarts im Unterallgäu.

Die Teufelsküche bei Ronsberg - sehenswertes Geotop

In Bayern gibt es 100 sehenswerte Geotope, dazu zählen zum Beispiel die Breitachklamm, der Eistobel und die Partnachklamm. Auf Nummer 43 der offiziellen Liste des Bayerischen Landesamtes für Umwelt steht die Teufelsküche bei Ronsberg im Ostallgäu.

 

Die Teufelsküche liegt zwischen Ronsberg und Obergünzburg neben der Hauptstraße in einem Wald. Es gibt einen Parkplatz direkt an der Hauptstraße ST2012 und Parkmöglichkeiten in Ronsberg beim Skilift.

 

In der folgenden Karte ist der Parkplatz an der Hauptstraße ST2012 eingezeichnet. Es ist auch auf Google Maps eingezeichnet -  als Wanderparkplatz.

Von beiden Parkplätzen aus ist die kleine Wanderung zur Teufelsküche bei Ronsberg beschildert.

 

Aber was ist die Teufelsküche denn nun? Gute Frage. Wahrscheinlich ist das Waldstück die Küche des Teufels, der beim Kochen eine ziemliche Sauerei angerichtet hat. Große Felsbrocken liegen nun verstreut im wunderschönen, mystischen Wald und laden zum Wandern und Klettern ein (siehe auch Bild ganz oben).

Teufelsküche Ronsberg

Tatsächlich hat die Entstehung dieser Felsbrocken natürlich mit der Eiszeit zu tun: Die Brocken haben sich aus der darüber liegenden Talflanke gelöst und sind in der Nacheiszeit abgerutscht. Wie es genau dazu kam, kann man auf einer Informationstafel nachlesen.

 

Im Frühjahr, wenn die Bäume noch keine Blätter haben - oder im Herbst, wenn die Bäume ihre Blätter bereits wieder verloren haben - sieht man die Felsbrocken übrigens besonders gut.

 

Der Spaziergang durch die Teufelsküche bei Ronsberg kann mit einer Rundwanderung an der Günz verbunden werden, die ebenfalls ausgeschildert ist als "Rundweg Teufelsküche" und ca. knapp 2 Stunden dauert. Es ist eine lohnenswerte, kleine Wanderung durch das schöne Günztal.

Wer unterwegs einkehren möchte, kann in der Schlossmühle Liebenthann die Seele baumeln lassen, einen Kaffee trinken oder eines der wechselnden Gerichte genießen. Auch wer nichts essen oder trinken möchte, sollte sich die denkmalgeschützten Gebäude ansehen, sie sind wirklich etwas Besonderes. Auch die Lage direkt an der Günz ist überaus sehenswert. Aber Vorsicht: Das Restaurant ist nicht immer geöffnet, lieber vorher die Öffnungszeiten prüfen.

 

Die Mühle gehörte zu einem Schloss, von dem heute leider nichts mehr steht. Wer sich dafür interessiert, kann eine kurze, aber steile Wanderung zum früheren Schloss machen. Es gibt mehrere Tafeln, die zeigen, wie die Anlage früher aussah.

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Weitere Tipps

Hier nun noch ein paar weitere Tipps: Fangen wir mit den geologischen Orgeln an. Nein, die geologischen Orgeln bei Ottobeuren im Unterallgäu sind kein Musikinstrument, sondern eine Laune der Natur :-) Es sind Röhren und Spalten im Nagelfluhfels, die an Orgelpfeifen erinnern.

 

Die geologischen Orgeln findest du hier:

Ein offizielles bayerisches Geotop sind die Orgeln nicht, aber ich finde sie dennoch sehenswert.

 

Parken kannst du zum Beispiel an der Straße, die nach Bossarts führt. Von der Teufelsküche bei Ronsberg nach Bossarts sind es 21 km.

geologische Orgeln und Teufelsküche

Wer möchte, kann noch einen Spaziergang durch den Wald anschließen.

 

Und nun möchte ich euch noch die Illerschleife vorstellen:

In der Nähe von Bad Grönenbach, etwa 2,5 km westlich davon, macht die Iller eine Schleife, die passenderweise Illerschleife genannt wird. Hier kann man oben an der Kante entlang wandern und die Aussicht auf die Iller genießen. Früher gab es hier einen Rundweg, der mittlerweile aber leider nicht mehr gegangen werden kann. So muss man den gleichen Weg, den man gekommen ist, auch wieder zurückgehen.

Illerschleife

Wer bei Rothenstein Richtung Naturfreundehaus wandert, steht vor der Entscheidung, nach rechts oder nach links zu gehen. Wer nach links geht, geht relativ bald bergab und hinunter zum Fluss, über ein paar Stufen, die bei Nässe sehr rutschig sein können. Um die Ecke herum nach rechts, nach der eigentlichen Schleife, gibt es für Abenteurer eine Hängebrücke mit Aussichtsturm. Dazwischen eröffnen sich immer wieder Ausblicke auf die Iller, die hier recht breit und gemütlich vor sich hinfließt. Wer möchte, kann sich bei Rothenstein noch eine Burgruine ansehen.

 

Den Rundweg kann man wie gesagt leider nicht mehr gehen, da der Wald sich selbst überlassen wird und überall Bäume quer liegen. An sich eine gute Sache, nur muss man nun eben leider den gleichen Weg wieder zurückgehen.

 

Wo die Iller, da auch der Radweg: Ganz in der Nähe, auf der anderen Seite des Flusses, führt auch der Illerradweg vorbei.

 

Es gibt größere und beeindruckendere Sehenswürdigkeiten im Allgäu. Ich finde dennoch beide geologischen Formationen und auch die Illerschleife einen Ausflug wert. Zumindest wenn man bereits in der Nähe ist, sollte man einen Abstecher machen.

 

Weitere Reiseberichte findest du über die Navigationsleiste, sortiert nach Ländern.

 

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Insidertipps: Sehenswürdigkeiten im Allgäu - Teufelsküche Obergünzburg und geologische Orgeln