Sligo: Unendliche Sandstrände und ein Tafelberg


Sligo

Sligo ist ein eher kleines County in Irland, aber es hat trotzdem einiges zu bieten, vor allem unendliche Sandstrände mit wunderbaren Dünen und einen beeindruckenden Tafelberg, den Benbulben. Der Wild Atlantic Way führt auch durch dieses County, an der Küste entlang kann man sich also ganz entspannt an die ausgeschilderten "Discovery Points" halten.

Sligo

Sligo: Ein kleines aber feines County in Irland an der Westküste. Hier meine Tipps: Entdecke die abwechslungsreiche Natur in dieser tollen Region. Von Strandhill über den Knocknarea mit seinem Grabhügel und an einem Tafelberg vorbei durch das County - das gibt es hier zu sehen.

Von Mayo aus ins County

Wir haben uns im Zick Zack von unten nach oben - für die Männer unter euch: Von Süden nach Norden - durch Irland gearbeitet, sind also vom County Mayo aus nach Sligo gefahren. Unser erster Halt war Enniscrone / Inishcrone, ein kleiner Ort mit einem unglaublichen Strand (siehe Foto oben). Der Strand ist hier sage und schreibe 5 km lang.

 

Der Ort selbst ist eher klein, aber ein Pub mit lecker Essen und natürlich einem Pint oder zwei findet sich auch hier.

 

Der Küstenabschnitt von Enniscrone bis Aughris Head hat uns außerordentlich gut gefallen. Die Küste wechselt zwischen Sandstrand und rauherer Felsenküste.

Sligo Town und Umgebung

Sligo Town haben wir zunächst weggelassen und sind direkt nach Strandhill gefahren. Hier war ich bereits zweimal zuvor, 2005 und 2010, und hatte den Strand hier in besonders schöner Erinnerung. Doch leider musste ich nun feststellen, dass sich hier einiges verändert hat. Auch Strandhill ist bekannt für einen unglaublichen Sandstrand mit riesigen Dünen. Leider hat der Mensch hier aber - wie ich finde - zu viel eingegriffen.

 

Irgendwie wirkt alles befestigter, jedenfalls in Parkplatz-Nähe. Wenn man ein paar Schritte geht, wird es aber wieder natürlich. Die riesigen Dünen sind ein Traum und der Blick auf den Knocknarea etwas ganz Besonderes. Die Gegend ist nach wie vor beeindruckend, aber andere Strände, zum Beispiel Enniscrone, haben uns besser gefallen.

 

Eine Besonderheit ist ein kleiner, runder Berg, der recht unvermittelt direkt am Wasser in die Höhe steigt, der Knocknarea.

Sligo in Irland: Der Knocknarea

Diesen "Berg", der ca. 330m hoch ist, kann man von verschiedenen Richtungen aus besteigen, folgt einfach den Schildern, die von verschiedenen Richtungen den Weg weisen. Die Wanderung ist recht einfach, nicht besonders lang und von oben hat man eine tolle Aussicht.

 

Oben auf dem "Gipfel" befindet sich Maeve's Cairn, ein Grabhügel. Der Berg war bereits 3.400 vor Chr. bewohnt! Davon abgesehen hat man von dort oben einfach einen wunderbaren Blick über die Bucht und sogar den Benbulben kann man bei gutem Wetter sehen.

Sligo Aussicht

Am nächsten Tag wollten wir uns Sligo Town ansehen, aber wie wir so durch die "Stadt" fuhren - einen Parkplatz suchend - haben wir uns spontan dagegen entschieden. Wirtschaftlich scheint es hier nicht so zu laufen, jedenfalls machte der Ort einen etwas vernachlässigten Eindruck auf uns. Außerdem war ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt hier, es war mir also sowieso nicht so wichtig. Und da die Parkplatzsuche erfolglos war, sind wir recht schnell weitergefahren. Außer der Sligo Abbey und einem Famine Memorial gibt es hier nicht viel zu sehen, die Landschaft in der Umgebung ist deutlich sehenswerter.

 

Wer sich für Megalithanlagen oder Steinkreise interessiert, sollte sich den Carrowmore Megalithic Cemetery etwas außerhalb der Stadt ansehen, das ist ein steinzeitlicher Friedhof. Es ist der größte solche Friedhof in ganz Irland: Es gibt hier mehr als 30 sichtbare Steingräber - insgesamt gibt es mehr als 60 -, die ältesten sind vermutlich fast 6.000 Jahre alt, dazu Dolmen und Steinkreise.

 

Unser nächstes Ziel war nun der Benbulben. Kurze sonnige Abschnitte in Richtung des Tafelberges hatten bei uns die Hoffnung auf besseres Wetter aufkommen lassen.

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Der Benbulben - Ein beeindruckender Tafelberg

Der Benbulben - ein Tafelberg - ist so eine Art Wahrzeichen von Sligo. Der Berg ist 527 m hoch und gilt als eher schwierig zu besteigen. Zudem steckt er oben gerne in dichten Wolken, was eine Besteigung unmöglich oder zumindest gefährlich macht. Es gibt aber einige Wanderwege in der Nähe des Berges, von denen auch wir uns eine ausgesucht hatten.

 

Wir hatten geplant, hier den Benbulben Forest Walk zu machen, das ist ein gemütlicher Spaziergang mit Blick auf den Berg. Als wir losgingen, schien die Sonne, aber dann wurde es plötzlich kalt, nass und stürmisch. Lange habe ich diesem Wetter nicht standgehalten und musste leider umdrehen. Bei Sonnenschein aber eine absolute Empfehlung: Der Blick auf den Berg ist absolut beeindruckend, und auch der kleine Wald in der Umgebung ist sehr sehenswert.

 

Da es mit Wandern nun nichts war, sind wir eine kleine Seitenstraße Richtung Benbulben gefahren und in eine absolut traumhafte Wildnis geraten. Ich konnte mich gar nicht sattsehen. Die Landschaft hier ist sehr ungewöhnlich, auf eine sehr schöne, faszinierende Art mit vielen hübschen Rhododendron Büschen und kleinen Bächen. Vom Ende der Straße hatten wir eine sagenhafte Aussicht bis hinunter zum Meer.

 

Übrigens ist die ganze Gegend um den Tafelberg eine super Wandergegend, nicht nur beim ausgeschilderten Forest Walk. Wenn ihr mit dem Wetter Glück habt, müsst ihr hier unbedingt wandern, es lohnt sich.

Ben Bulben, Sligo
Sligo

Leider kann ich keine Sonne in die Bilder zaubern.

 

Anschließend sind wir wieder an die Küste Sligos gefahren, in der Hoffnung auf besseres Wetter.

Die Küste bis zum County Leitrim

Ein weiteres Highlight in Sligo ist der Streedagh Strand, ein toller Sandstrand mit Blick auf den Benbulben.

Streedagh Strand, Sligo

Wie man sieht, war das Wetter alles andere als gemütlich: Wir hatten nur 10° und dazu einen ausgewachsenen Sturm. Mein Freund hat sich nun sogar geweigert, das Auto zu verlassen. Die Iren standen allerdings trotzdem von oben bis unten nass (Surfer) ganz entspannt am Strand und haben sich ausgiebig und in aller Ruhe unterhalten.

 

Schließlich haben wir noch einen Abstecher nach Mullaghmore gemacht: Vom Ort aus kann man eine schöne, typisch irische Küstenstraße am Wasser entlang fahren. Immer wieder gibt es wunderbare Blicke auf das Meer und die zerklüftete Küste. Und ein Castle gibt es auch noch.

Mullaghmore

Weil man hier aber leider nirgends mit dem Wohnmobil übernachten darf, mussten wir weiterfahren. Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit in der "Freiheit" sind wir schließlich noch durch das County Leitrim bis ins nächste County gefahren, was dann bereits Donegal ist. Hier hatten wir dann allerdings einen traumhaften Platz am Strand und eine besonders schöne Abendstimmung, als sich die Sonne doch noch einmal blicken lies.

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Sligo in Irland, Reisebericht mit Tipps.