Reisebericht Salzburg - Die besten Tipps für einen Kurztrip oder ein langes Wochenende, mit Schlechtwetter-Programm


Salzburg ist Mozart, eine über alles thronende Festung, Kirchen, Gassen und Cafés. Zudem ist Salzburg umgeben von Bergen, was der Stadt eine wunderschöne Kulisse beschert.

 

Übrigens ist die Stadt auch im Herbst ein gutes Ziel, dann verleiht die Herbstfärbung der Bäume der Stadt ein besonders schönes Flair. Und falls es doch mal regnet, gibt es interessante Alternativen, bei denen man trocken bleibt.

 

Wir waren fast 3 Tage in der Stadt und haben dabei eine Menge gesehen.

Die besten Tipps für einen Kurztrip nach Salzburg:

1. Die Altstadt zu Fuß entdecken.

Die Altstadt an sich ist nicht sehr groß, daher kann man die meisten Sehenswürdigkeiten ganz einfach zu Fuß erreichen. Vom Dom bis zum anderen Ende der Getreidegasse läuft man in wenigen Minuten.

 

Vergesst dabei aber nicht die kleinen Seitengassen.

 

Auch den Friedhof St. Peter fanden wir sehr hübsch. Hier gibt es außerdem Katakomben zu sehen und die stiftseigene Bäckerei, die angeblich die älteste Bäckerei Salzburgs ist.

 

2. Schloss Mirabell, Mirabellgarten und Zwergerlgarten.

Das Schloss Mirabell ist auch sehr zentral gelegen und kann von der Altstadt aus zu Fuß erreicht werden.

 

Der umgebende Garten hat zu unserer Verwunderung auch im Oktober noch geblüht.

 

Neben dem Mirabellgarten gibt es den „Zwergerlgarten“, den man nicht verpassen sollte. Es handelt sich um einen kleinen aber feinen Garten, in dem einige Marmorzwerge im Kreis stehen. Uns haben die Zwerge ihrer vielen Details wegen fasziniert.

3. Die Linzergasse:

Die Linzergasse befindet sich gegenüber der Altstadt auf der anderen Seite der Salzach. Hier gibt es ebenfalls Geschäfte und Restaurants, ist aber weniger touristisch als die Getreidegasse und durchaus auch einen Besuch wert.

 

4. Die Aussicht vom Kapuzinerberg genießen.

Von der Linzergasse aus kann man auf den Kapuzinerberg hinaufwandern. Es gibt zwei Aufstiege: Einen über eine sehr steile Treppe und einen zweiten durch einen Torbogen in der Linzergasse über eine langsamer ansteigende Straße.

 

Wenn man die zweite Variante wählt muss man ein bisschen weiter laufen. Besonders von der südlichen Seite des Berges aus (beim Aufstieg rechts halten) hat man einen wunderschönen Blick auf die Altstadt und die Festung. Wer etwas mehr Bewegung möchte, kann bis zum Franziskischlössl hinaufwandern.

Ausblick vom Kapuzinerberg
Ausblick vom Kapuzinerberg

5. Wer nach der Wanderung eine kleine Stärkung braucht und von dem tollen Panorama der Stadt nicht genug bekommen kann, der sollte auf die Dachterrasse des Hotels Stein. Hier gibt es das Restaurant Seven Senses.

 

6. Salzburg ist Mozartstadt.

Auch wer kulturell nicht sehr interessiert ist, wird Mozart in dieser Stadt nicht entgehen können.

 

Wir waren gleich am ersten Abend bei „Mozart Dinner Konzert“. Bei einem Candle-Light-Dinner bekommt man eine Art Best-of-Mozart vorgeführt, natürlich live. Es gibt übrigens auch eine vegetarische und eine vegane Variante, falls jemand ein Problem damit hat, kastrierten Hahn zu essen.

 

Ein kleiner Wermutstropfen: Bei dem doch eher hohen Ticketpreis von 63 € (2018) sind leider keine Getränke enthalten, nicht einmal ein Glas Wasser.

 

In der Getreidegasse befindet sich zudem Mozarts Geburtshaus – heute ein Museum. Den Eintritt fand ich mit 11 € (2018) recht üppig, aufgrund des schlechten Wetters habe ich mich dann aber doch dafür entschieden.

 

Anfangs fand ich die Ausstellung etwas mühsam, da man sich relativ viel Text durchlesen muss und nicht immer klar gesagt wird, um wen es sich handelt. Eine eindeutige Angabe zum Verwandtschaftsverhältnis zu Mozart hätte die Sache deutlich vereinfacht. Besonders die Informationen zu den Themen „Reisen zu Mozarts Zeiten“ und „Bühnenbilder“ fand ich sehenswert.

Mozart-Entchen
Mozart-Entchen

7. Restaurant Tipps - auch für Vegetarier:

Ganz ausgezeichnet frühstücken kann man im „Café am Kai“ direkt an der Salzach. Liebevoll eingerichtet, bei angenehmer Musik und freundlichem Personal lässt es sich hier eine ganze Weile aushalten.

 

Wer zentral Mittag essen möchte, kann das im Afro Café (ungefähr am Ende der Getreidegasse) tun. Hier werden Gerichte wie Straußenburger oder Afro-Bowl (vegetarische Variante vorhanden) serviert – sehr, sehr lecker.

 

Wer es lieber etwas weniger ausgefallen möchte, kann in die L’Osteria gehen. Eine Pizza reicht hier locker für zwei und auf den Toiletten bekommt man ganz nebenbei Italienisch beigebracht.

 

8. Cocktails auf der Salzach schlürfen.

Jawohl, auf der Salzach. Es gibt ein Boot auf der Salzach, in dem leckere Cocktails serviert werden, die Salzach Insel Bar.

 

9. Marionettentheater:

Geht ins Marionettentheater. Als wir dort waren, gab es leider gerade keine Vorstellungen, also lieber vorher den Spielplan anschauen. Das Salzburger Marionettentheater gehört übrigens zur Unesco Liste des immateriellen Kulturerbes.

 

10. Weitere Sehenswürdigkeiten, für die uns leider keine Zeit mehr blieb:

Schloss Hellbrunn mit Parkanlagen, Haus der Natur, botanischer Garten, radeln an der Salzach, Ausflug auf den Gaisberg (mit dem Linienbus erreichbar).

Das Schlechtwetter-Programm: Mögliche Alternativen

Haus der Natur, Mozarts Geburtshaus, Mozarts Wohnhaus, Panorama Museum, Museum der Moderne, Marionettentheater, Dom Quartier, Stiegl Brauwelt, Hangar 7, Salzburg Museum, Mozart-Dinner-Konzert, Konzert im Schloss Mirabell, Rupertus Therme Bad Reichenhall...

Für Pinterest: