Die Gorges du Tarn in Frankreich - Reisetipps und Reisebericht


In diesem Reisebericht erzähle ich euch von unserer Tour am Tarn und gebe euch Reisetipps und Infos zu Sehenswürdigkeiten, Campingplätzen, Aussichtspunkten und Wanderungen.

Anfahrt zur Gorges du Tarn mit dem Wohnmobil:

Nach unserer Tour an der Ardèche (Reisebericht Ardèche) sind wir nun also an den Tarn, genauer gesagt, in die Gorges du Tarn gefahren, in der Hoffnung auf etwas kühlere Temperaturen.

 

Zuerst waren wir noch im Bio-Coop in Vallon-Pont-d’Arc einkaufen, dann sind wir über die N106 Richtung Florac gefahren. Etwa 10 km nördlich von Florac sind wir nach Ispagnac abgebogen. Die Fahrt hat deutlich länger gedauert, als erwartet, da die N106 recht kurvig ist und wir nur langsam vorangekommen sind.

 

Ab Ispagnac haben wir nach einem Campingplatz gesucht – und sind dabei mal rechts und mal links des Tarn gefahren. Geblieben sind wir schließlich in der Nähe von Blajoux auf dem Camping de Castelbouc.

Castelbouc: Campingplatz, Ort Castelbouc und Wandertipp

Der Campingplatz hat eine sehr schöne Lage (wie eigentlich alle Campingplätze am Fluss, die wir uns angeschaut haben), die sanitären Anlagen sind aber etwas veraltet (2017). Anfangs waren sie noch sauber, wurden aber erst ein paar Tage nach unserer Ankunft wieder geputzt.

 

Vom Campingplatz aus kann man den Fluss überqueren und nach Castelbouc laufen, ein malerisches Dorf direkt am Fluss mit einer kleinen Burgruine.

Von Castelbouc aus kann man weiter nach Sainte-Enimie wandern.

 

Nach einem mehrtägigen Aufenthalt und ständigen Abkühlungen im Fluss (es war immer noch nicht kühler geworden), sind wir ein Stück weiter gefahren.

Sainte-Enimie:

Unser erster Halt an diesem Tag war Sainte-Enimie, ein hübsches Dorf mit kleinen, verwinkelten Gassen, Restaurants und Geschäften.

Da wir außerplanmäßig an den Tarn gefahren waren, hatten wir keine Karte und nur wenige Informationen über die Gegend (tatsächlich hatten wir nur einen Reiseführer auf Französisch aus den 80er Jahren dabei). Die Touristeninformation in Sainte-Enimie hat aber eine sehr gute Auswahl an Kartenmaterial und Wanderführern.

 

Nachdem wir uns ausreichend mit Infomaterial eingedeckt hatten (eine touristische Karte der Gorges du Tarn und einen Wanderführer mit 21 Touren zwischen Florac und Le Rozier), haben wir einen Rundgang durchs Dorf gemacht, ein paar regionale Leckereien gekauft und uns im Fluss abgekühlt, bevor wir schließlich weiter Richtung Westen gefahren sind.

Saint-Chély-du-Tarn:

Unser nächster Halt war Saint-Chély-du-Tarn, ein weiterer malerischer Ort in wunderschöner Lage direkt am Tarn. Über eine relativ kleine Brücke kommt man in den Ort.

 

Hier kann man natürlich baden, aber es gibt auch eine ehemalige Mühle (Cenaret Mühle), die heute ein kleiner Laden ist. Interessant dabei ist vor allem, dass eine Quelle durch den Laden fließt. Außerdem war es hier schön kühl.

Weiterfahrt nach Westen am Tarn entlang - La Malène bis Les Vignes:

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es weiter Richtung La Malène und dann auf einen Campingplatz ein paar Kilometer weiter westlich von La Malène. In der Vorsaison (Anfang Juni), war es kein Problem, einen schönen Platz zu finden. Es gibt in der Gegend mehrere Campingplätze.

 

Man sollte wissen, dass die Straße in dieser Gegend schmaler wird und man vor allem immer wieder durch relativ enge und niedrige Tunnel muss. Mit einem sehr großen Wohnmobil bekommt man hier eventuell Probleme. Auf jeden Fall sollte man vorsichtig fahren, bei Gegenverkehr hat manchmal nur einer Platz.

 

Natürlich kann man hier überall wandern, Kanu- oder Kajaktouren machen oder klettern, das Angebot ist groß. Aufgrund der immer noch anhaltenden Hitze von fast 40°C habe ich mich allerdings lieber in den Fluss gelegt.

 

Einige Touristen, die mit ihrem Kanu vorbeigekommen sind, hatten sich, glaube ich, auch ein bisschen verschätzt, was die Sonne anging. Jedenfalls hatten nicht wenige einen starken Sonnenbrand.

 

Ab hier, also westlich von La Malène bis ca. Les Vignes befindet sich der Teil der Schlucht, der wohl am spektakulärsten ist – fanden jedenfalls wir.

Aussichtspunkt des Pas de Soucy:

Ein Aussichtspunkt am Fluss. Man muss ein paar Treppen hochsteigen, um in den Genuss der Aussicht zu kommen.

Point Sublime - Panoramablick über die Schlucht:

Ein Ausflug, der zwar relativ umständlich ist, sich aber auf jeden Fall lohnt: Von Les Vignes den Berg hochfahren zum Point Sublime. Das ist ein Aussichtspunkt, von dem aus man einen wunderbaren Panoramablick über die Schlucht hat (siehe Bild ganz oben).

 

Hier oben kann man übrigens auch wandern.

Weiterfahrt über Le Rozier nach Saint-Rome-de-Tarn:

Schließlich sind wir aus der Schlucht herausgefahren Richtung Le Rozier. Das Tal wird nach und nach breiter und es gibt immer wieder Möglichkeiten, am Fluss zu halten und zu baden.

 

Wir sind nun bis Saint-Rome-de-Tarn gefahren und haben noch ein paar Tage auf dem Camping la Cascade verbacht.

 

Der Campingplatz liegt direkt am Tarn, der hier deutlich langsamer fließt, weil er aufgestaut wird. Es ist ein schön angelegter 4-Sterne-Platz mit sauberen Sanitäranlagen.

 

Vom Campingplatz aus kann man in schöner Landschaft bequem in den Ort spazieren.

 

Der Campingplatz heißt übrigens La Cascade, weil es hier einen (kleinen) Wasserfall gibt.

Um den zu sehen, muss man allerdings entweder hinschwimmen oder vom gegenüberliegenden Ufer aus schauen.

 

Wer sich für die wunderschöne Ardèche interessiert, kann hier meinen Reisebericht zur Ardèche lesen.

Für Pinterest: