CO2 Kompensation: Informationen zum Emissionsausgleich - mit Anbieterliste


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CO2 Emissionen verursachen wir alle täglich, direkt oder indirekt. Die Lebensmittel, die wir essen, der Weg zur Arbeit und natürlich das Reisen - all das produziert Treibhausgase.

 

Daher habe ich mich etwas mit dem Thema "CO2 Kompensation" befasst. Ich gebe euch Informationen zum Emissionsausgleich: Was ist das? Welche Anbieter gibt es? Bringt das was?

 

Ganz unten findet ihr weitere Tipps zum Thema Klimaschutz.

Ein paar Zahlen zu CO2 Emissionen

Zunächst ein paar Zahlen zu unseren CO2 Emissionen. Die folgenden Daten stammen von der Webseite des Umweltbundesamts, genauer gesagt, aus deren CO2 Rechner, Stand 15.04.2019.

 

Der Durchschnitt der Deutschen liegt lt. CO2 Rechner des UBA bei 11,6 t pro Jahr und Person. Davon entstehen im Schnitt ca. 2,18 t im Bereich Mobilität, 1,74 t durch Ernährung und 1,64 t durch Heizung.

 

Das heißt: Mit Heizung und Ernährung alleine sind wir bereits deutlich über den 2,3 t CO2 pro Jahr und Person, die als klimaverträglich angesehen werden.

 

Eine Berechnung auf der Seite von Atmosfair für einen Flug (Hin- und Rückflug) von München nach Faro in Portugal ergibt beispielsweise 928 kg CO2 pro Person (Stand 15.04.2019).

 

Das sollte uns zu denken geben.

Was ist ein Emissionsausgleich?

Unternehmen, die eine CO2 Kompensation anbieten, investieren das Geld in Klimaschutzprojekte. So werden zum Beispiel erneuerbare Energien ausgebaut, Wälder aufgeforstet oder andere Projekte unterstützt, um den CO2 Ausstoß, den man selbst verursacht hat, woanders wieder einzusparen.

 

Klingt nach Ablasshandel und Gewissensberuhigung? Ja, vielleicht ein bisschen, kommt aber auf die Einstellung an. Natürlich sollte der Emissionsausgleich kein Freibrief sein, nach dem Motto: Dann kann ich ja fliegen, Auto fahren, Fleisch essen soviel ich will... Es gilt natürlich: Vermeiden ist besser als kompensieren. Aber kompensieren ist eben besser als nichts tun.

 

Fazit: Überlegt erst, ob es eine Alternative z. B. zum Flug gibt (Eventuell geht's mit dem Zug genauso gut? Oder - wenn's geschäftlich ist - geht auch eine Videokonferenz?). Erst der zweite Schritt sollte dann die CO2 Kompensation sein.

 

Übrigens gibt es noch viele andere Möglichkeiten, den eigenen CO2 Ausstoß zu verringern, dazu weiter unten mehr.

Anbieterliste: Wer bietet eine Kompensation an?

Manche Fluggesellschaften, Busunternehmen etc. bieten bereits bei der Buchung eine CO2 Kompensation an.

 

Falls das nicht der Fall ist oder ihr einen Anbieter selbst auswählen möchtet (man will ja schließlich wissen, wohin das Geld geht), könnt ihr auch separat nach einem Anbieter suchen.

 

Hier ein paar Anbieter:

 

Atmosfair

Atmosfair wird am Häufigsten genannt. Das Unternehmen hat bei einem Test im Jahr 2018 der Stiftung Warentest am besten abgeschnitten. Hier der Link zum Unternehmen: Atmosfair und hier der Link zum Test von Stiftung Warentest.

 

Primaklima

Auch Primaklima kam im o. g. Test gut weg. Das Unternehmen unterstützt Projekte für den Erhalt und die Mehrung von Wald (15.04.2019).

 

Myclimate

Myclimate unterstützt z. B. Projekte für erneuerbare Energien und Aufforstungmaßnahmen. Auch Beratungs- und Bildungsangebote gehören zum Portfolio (15.04.2019).

 

Moorland

Eine Aktion von BUND, Landesverband Bremen und anderen. Ziel ist die Wiedervernässung von Mooren. Zu Moorland.

 

Bei Utopia habe ich einen schönen Artikel gefunden, der auch alles noch einmal erklärt und ebenfalls Anbieter nennt: Utopia - CO2 Kompensation

 

Und hier noch eine Liste des UBA: Kompensationsanbieter. Manche dieser Anbieter wenden sich allerdings "nur" an Unternehmen.

 

Übrigens kann man auch unabhängig von einem Flug den eigenen CO2 Ausstoß kompensieren. Im CO2 Rechner des UBA kann man die Emissionen für sich selbst ausrechnen, inklusive Heizung, Einkäufe, Flüge etc. Darauf basierend kann man für den gesamten Betrag einen CO2 Ausgleich kaufen, z. B. bei Atmosfair.

Andere Möglichkeiten, den eigenen CO2 footprint zu verringern

Es gibt viele Möglichkeiten, die Treibhausgase, für die man selbst verantwortlich ist, zu verringern. Einige möchte ich hier nennen.

 

Natürlich: Weniger Auto fahren, nicht fliegen, keine Kreuzfahrt machen. Aber davon abgesehen helfen auch Dinge wie Fleischkonsum reduzieren, gebrauchte Gegenstände kaufen, regionale Produkte kaufen, Ökostrom nutzen, weniger heizen.

 

Es ist schwierig, genaue Zahlen zu finden, weil es schwierig ist, die Emissionen genau auszurechnen. Die Nahrungsmittelindustrie ist jedoch ziemlich "gut" dabei, ganz besonders die Fleischproduktion. Hier ein Artikel von der Süddeutschen Zeitung zum Thema Treibhausgase und Fleisch.

 

Auch auf der Seite des Naturschutzbunds gibt es viele Tipps zum Thema Klimaschutz.

 

In meinem Blog findet ihr Reiseberichte und Tipps zu vielen Reisezielen.

Für Pinterest:

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